17. Spt. F-RL MFFC mit 3:0-Heimsieg gegen Steglitz

2019 03 17 rl mffc1 steglitz1Fenja Popp brachte das Magdeburger Team in der 25. Spielminute in Führung. In der zweiten Halbzeit legten Fabienne Wendt und Donika Grajqevci gegen die Berlinerinnen nach. Der Magdeburger FFC dominierte weitestgehend das Spielgeschehen, während die Steglitzerinnen sie in Halbzeit eins zunächst auch gewähren ließen und erst nach der Pause mehr Eigeninititive zeigten.

 

Nachdem es bis 1 Stunde vor Spielbeginn noch wie aus Eimern geschüttet hatte, beruhigte sich die Wetterlage bis zum Anpfiff. Der Magdeburger FFC hatte sich mit hoffnungsvollen Talenten aus der eigenen B-Jungend verstärkt, da einige Stammspielerinnen nicht zur Verfügung standen. So stellte Trainer Johannes Fritsch, der zeitgleich als Interimstrainer des B-Juniorinnen Bundesligateams fungiert, mit Marie Oerlecke, Fenja Popp, Donika Grajqevci in der Startformation sowie Leonie Wichmann und Marie Friedrich auf der Bank gleich 5 Akteurinnen aus dem B-Bundesligateam auf.

Der Magdeburger FFC dominierte das Spielgeschehen in der ersten Halbzeit, was sich in zahlreichen Torchancen wiederspiegelte. So köpfte Donika Grajqevci in der 13. Spielminute die Flanke von Chantal Schmidt knapp neben das Tor von Gästekeeperin Nicole Bartholdi und der Torschuss von Isabell Münch konnte nur zur Ecke geklärt werden (18.). Die Berliner Keeperin hatte einen guten Tag und parierte kurze Zeit später den Torschuss von Fabienne Wendt (20.). Wendt war es auch, die sich kurze Zeit später hervorragend über die linke Außenbahn gegen mehrere Gegenspielerinnen durchsetzte und ihren tollen Lauf mit einer halbhohen Hereingabe auf Fenja Popp beendete. Popp zeigte sich nervenstark und schloß in der 25. Spielminute zum 1:0 für die Gastgeberinnen ab.

Die Elbstädterinnen ließen bis zum Pausenpfiff noch eine weitere Gelegenheiten ungenutzt, als Gina Wetzel nach einer Ecke zum Kopfball kam (44.). Die Gäste vom Berliner Hauptstadtclub Steglitzer FC Stern 1900 zeigten bis dahin überraschend wenig Bemühungen. Sie suchten stattdessen in Kontern ihre Chancen, die durch die gut agierende Magdeburger Defensive um Spielführerin Caroline Hildebrand aber zu harmlos blieben. In der 36. Spielminute segelte ein Berliner Freistoß über den Platz, der als Kopfball weitergeleitet wurde. Doch der war sicherer Beute von Keeperin Jana Tauer, die beim MFFC zwischen den Pfosten stand. Mit der verdienten 1:0 Führung für den MFFC ging es für beide Teams in die Pause.

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In Halbzeit Zwei zeigten sich die Berlinerinnen wesentlich aktiver, doch Torchancen blieben Mangelware. Nicht so beim Magdeburger FFC. Den Querpass von Isabel Münch in den 16er konnte die Berliner Torfrau Bartholdi gerade noch entschärfen (50.) und auch der Torschuss von Gina Wetzel verfehlte sein Ziel (52.). Isabell Münch flankte in einer nächsten Aktion ins Zentrum. Hinten am 16er stand Fabienne Wendt goldrichtig. Ihr Schuss zum 2:0 landete unhaltbar für Bartholdi im Tor der Berlinerinnen (54.). Die Gastgeberinnen wollten weiter nachlegen. Fenja Popps Schuss wurde geblockt und auch der Nachschuss von Chantal Schmidt fand nicht den Weg ins Tor (63.), ebenso wie der Nachschuss von Donika Grajqevci, nachdem Keeperin Bartholdi Fabienne Wendts Torschuss klatschen ließ (67.).

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In einer klasse Aktion setzte sich Leonie Wichmann durch und spielte den Ball Fabienne Wendt perfekt in den Lauf. Die flache Hereingabe von Wendt setzte Donika Grajqevci noch knapp über das Tor (75.), um es dann in der 86. Spielminute besser zu machen. Erneut konnte Fabienne Wendt für Donika Grajqevci auflegen und dieses Mal zappelte der Ball im Berliner Netz (3:0). Die beste Aktion der Steglitzerinnen für den Anschlusstreffer ergab sich nach dem ausgeführten Freistoß in der 85. Spielminute. Der Nachschuss flog gefährlich in Richtung Magdeburger Gehäuse, Jana Tauer streckte sich und stieg mit der Faust nach oben. Zwar erwischte sie den Ball nicht mehr, doch der strich denkbar knapp über die Latte. So blieb es am Ende bei der sehr fair ausgetragenen Partie beim 3:0 für die Gastgeberinnen.

Der Trainer Johannes Fritsch war begeistert. „Eine überragende Mannschaftsleistung.
Überrascht bin ich nicht, denn als Trainer sehe ich was alles in diesem Team schlummert, Woche für Woche, und heute haben wir es gezeigt und uns dafür belohnt.
Einzig die Chancenverwertung kann man heute kritisieren, darf dabei aber nicht vergessen, dass wohl eine der jüngsten Mannschaften der Frauenfußballgeschichte auf dem Platz stand, mehr noch - unsere Zukunft, und die macht Lust auf mehr.“

Mit diesem Sieg bleibt der Magdeburger FFC auf dem vierten Tabellenplatz hinter RB Leipzig, die ihr Spiel gegen Eintracht Leipzig Süd 2:0 gewinnen konnten. An der Tabellenspitze tauschten der bisherige Spitzenreiter Viktoria Berlin und 1. FC Union Berlin die Plätze. Im direkt ausgetragenen Berliner Duell triumphierten die Eisernen von Union Berlin 4:0 über Viktoria Berlin.

MFFC: Tauer-Spiller, Hildebrand, Oerlecke, Schulz, Schmidt (73.Hähnel), Wetzel (62.Wichmann), Münch, Wendt, Grajqevci, Popp (77. Friedrich)