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20. Spt. FRL: RB gelingt Revanche gegen MFFC

2019 05 05 rl rb leipzig mffc1Am 20. Spieltag der Frauen-Regionalliga Nordost gastierte der Magdeburger FFC bei Rasenballsport Leipzig. Den Gastgeberinnen gelang die Revanche für die Niederlage in Magdeburg. Die Ex-Magdeburgerin Natalie Grenz brachte das Leipziger Team mit zwei Toren in Führung, Lena Güldenpfennig vom Magdeburger FFC gelang mit einem sehenswerten Seitfallzieher der Anschlusstreffer. Lisa Reichenbach und Larissa Schreiber machten mit ihren Treffern den Sack zu und schickten den MFFC mit einer Niederlage und 4:1 Toren nach Hause.

 

Da Platz 1 und 2 in der Liga für den Magdeburger FFC uneinholbar sind, experiementierte der Trainer Johannes Fritsch, um schon für die neue Saison Taktik und Spielzüge zu testen. Über schnelle Flügelläufe von Chantal Schmidt und Donika Grajqevci sollte Stürmerin Lena Güldenpfennig bedient werden. Doch die Gastgeberinnen nahmen das Heft fest in die Hand und kamen in ihrem Drang immer wieder zu aussichtsreichen Torchancen. Gina Mitschke im Tor der Magdeburgerinnen parierte dabei ein ums andere Mal beste Einschussmöglichkeiten von Marie-Luise Herrmann (2.) und Natalie Teubner (8.). Zehn Minuten waren gespielt, da Minuten umkurvte die Ex-Magdeburgerin Natalie Grenz Keeperin Mitschke und schob unbedrängt ein. Glück für Magdeburg, da Grenz knapp im Abseits war, zählte der Treffer nicht. RB Leipzig beschäftigte nahezu pausenlos Magdeburgs Defensive, die in der ersten Halbzeit kaum Entlastung verspürte. Doch Leipzig blieb noch glücklos im Abschluss.

Einen Freistoß beförderte Leipzig übers Tor (18.), den Torschuss von Madlen Frank parrierte Mitschke bärenstark zur Ecke (21.). Diese konnte RB dann erfolgreich zum überfälligen 1:0 Führungstreffer durch Natalie Grenz nutzen (22.) Bis zur Pause konnte man auf der Leipziger Seite 5 Torschüsse verzeichnen, die allesamt knapp das Tor verfehlten oder durch Gina Mitschke vereitelt wurden. Der Sechste passte dann. Sophia Löser bekommt links zu viel Platz und bringt den Ball scharf zentral vor das Tor. Diese Vorlage vollendete Grenz zum 2:0 Halbzeitstand (42.). Dem Magdeburger FFC gelang es nur selten, gefährlich vor das Tor der Gastgeberinnen zu ziehen. Ein Doppelpassspiel in der sechsten Spielminute zwischen Güldenpfennig und Schmidt nutzte Lena Güldenpfennig zum Abschluss, der jedoch geblockt werden konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde der Schuss von Donika Grajqevci nach einer Ecke geblockt (42.). Das Magdeburger Spiel wurde in der ersten Hälfte geprägt von Fehlpässen, zu überhasteten Abspielen und ungenauem Passspiel. Der Zwei-Tore-Rückstand war schmeichelhaft.

Zu Beginn der zweiten Hälfte zeigten die Magdeburgerinnen Moral und erspielten sich nun mehr Möglichkeiten. Doch zunächst gehörte wieder RB der erste Torabschluss. Lea Mauly bekam am 16er den Ball und zog ohne Mühe vor das Magdeburger Tor. Im Eins gegen Eins konnte sich Magdeburgs Torhüterin Gina Mitschke erneut auszeichnen und den Mauly-Schuss parieren (46.).
Einen Magdeburger Freistoß, ausgeführt von Joy Spiller, brachte diese hoch in den Leipziger Strafraum. Mit einem überragenden Seitfallzieher erzielte Lena Güldenpfennig den wichtigen 2:1 Anschlusstreffer für die Magdeburgerinnen (55.). Zuvor war Caroline Hildebrand nach Zuspiel von Chantal Schmidt noch an Torhüterin Gina Schüller gescheitert (53.). RB war gewarnt und suchte das vorentscheidende 3. Tor. Nach einer Ecke für Leipzig wurde der Ball nicht zwingend genug geklärt und so köpfte Lisa Reichenbach zum 3:1 ein (62.). RB lies im weiteren Spielverlauf zwei gute Möglichkeiten ungenutzt (64. und 80.). Für den Magdeburger FFC konnte sich Emily Hähnel sehr gut gegen zwei Leipzigerinnen durchsetzen, doch der Abschluss von Hähnel war sichere Beute von Keeperin Schüller (81.).

Konsequenter war dann erneut RB Leipzig. Der Ball wurde über rechts auf Larissa Schreiber durchgesteckt, die ins kurze Eck zum 4:1 Endstand traf (86.). Allderdings war dieses Tor stark abseitsverdächtig. Auf Seiten des Magdeburger FFC ergaben sich bis zum Abpfiff noch zwei gute Torchancen, die jedoch nicht in Zählbares umgemünzt werden konnten. Lena Güldenpfennig wurde von Sarah Jacobs bedient, doch Torfrau Schüller parierte Güldenpfennig’s Schuss von der Strafraumgrenze (88.). In der Nachspielzeit zeigten Hähnel und Jacobs ein sehenswertes Doppelpassspiel, leider ging der Abschluss knapp am Tor vorbei (93.).

In der Quintessenz bestrafte RB Leipzig das fehlerhafte Spiel der Magdeburgerinnen gnadenlos. Viele unnötige Ballverlust, zu viele Eins gegen Eins Situationen, zu frühe Abspiele, aber auch fehlende Kommunikation und überhastete Abschlüsse gaben dem Gegner zu viel Raum. Johannes Fritsch hatte für sein Team klar den Gewinn des Prestigematches auf dem Plan. Insgesamt fällt die Niederlage in seinem Resümee zu hoch aus, auch wenn diese in Ordnung geht. “Uns hat heute einfach die Ruhe am Ball und die körperliche Präsenz gefehlt. Der Gegner war dort einfach einen Schritt weiter, was aber auch am Alters- und Erfahrungsunterschied liegt. In der zweiten Hälfte konnten wir mehr Spielanteile verzeichnen und haben es nach dem Anschlusstreffer aber versäumt, aus den Chancen mehr Zählbares zu machen. Ich bin Stolz, dass die Mädels nicht aufgegeben und bis zuletzt gekämpft haben.”

MFFC: Mitschke-Spiller, Hildebrand, Seidler, Schulz, Wendt (61.Hähnel), Oerlecke (61.Popp), Friedrich, Schmidt, Grajqevci (75.Jacobs), Güldenpfennig

Die weiteren Ergebnisse des 20. Spieltages:
Bischofswerdaerinnen FV gg FC Erzgebirge Aue 3:2
BW Hohen Neuendorf gg 1. FFC Fortuna Dresden 3:0
1.FC Union Berlin gg FF USV Jena II 5:0
BSC Marzahn gg Steglitzer FC Stern 1900 2:2
FC Viktoria Berlin gg SV Eintracht Leipzig Süd 3:1