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03.12.07 - RL : 0:1 Niederlage in Hohen Neuendorf

Am Sonntag musste sich der Magdeburger FFC im Spitzenspiel der Frauen Regionalliga und ersten Rückrundenspiel der Saison 2007/2008 beim SV Blau Weiß Hohen Neuendorf mit 0:1 geschlagen geben.

Da der Tabellenführer 1. FC Lübars über ein Remis (1:1) gegen den Halleschen FC nicht hinaus kam und auch die zweite Mannschaft des USV Jena Remis (0:0 beim LFC Berlin) spielte, hätte der MFFC mit einem Sieg vor dem Nachholspiel in Erfurt, nach ganz Oben aufschließen können, doch stattdessen rutschten sie zunächst auf Rang 5 ab.


Die gastgebenden Hohen Neuendorferinnen waren über die gesamte Spielzeit das engagiertere und siegeswilligere Team. Nachdem Sandra Sommer erfolgreich ihre Gegenspielerin attackierte kam Marie Heinz mit ihrem straffen Schuss aufs kurze Eck zur ersten sehr guten Möglichkeit. Keeperin Maika Alex, konnte den Schuss jedoch zur Ecke abwehren (9.). Zwei Minuten später kam Jacqueline Köbernik auf der Gegenseite zum ersten Torschuss. Nach dem Kunschke-Eckball ging ihr Schuss in starker Bedrängnis neben das Tor (11.). Köbernik´s zweiter Torschuss landete hingegen in den Armen von Keeperin Hundertmark. Zuvor setzte aber auch Anne Roeloffs ihren Schuss neben das Gehäuse. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die sich überwiegend zwischen den Strafräumen abspielte. Durch ein Missverständnis von Alex und Beinroth, wurde der lange diagonale Ball von Gesang zur Vorlage für Liebrecht, die den Ball aber weit neben das Tor jagte (29.). Nur wenige Minuten später klärte die MFFC-Defensive nicht konsequent genug, so dass sich aus der darauf folgenden Ecke gleich zwei sehr gute Chancen für die Gastgeberinnen ergaben. Targatz-Eckball landete zunächst am Pfosten, im Nachschuss scheiterte Neue an Alex. Mit Übersicht legte fünf Minuten vor der Halbzeit Jacqueline Köbernik an der Strafraumgrenze für Melissa Krakowski auf, doch auch ihren Schuss parierte Hundertmark.


Im zweiten Durchgang demonstrierten die Gastgeberinnen den größeren Siegeswillen und kamen auch gleich zu sehr guten Möglichkeiten. Diana Liebrechts 20m-Schuss landete nur knapp neben dem Alex-Kasten (46.). Dann „pflückte" Maika Alex den platzierten 25m-Freistoß von Eva-Maria Gesang aus dem Winkel (47.). Die wohl größte Torchance für das Team von Trainerin Anke Witt hatte in der 48. min Anne Bartke. Nachdem sie ihre Gegenspielerin überlief und auch bereits Keeperin Hundertmark überwunden hatte, klärte Jessica Baar gerade noch auf der Linie. Die Hohen Neuendorferinnen erhöhten den Druck. Nachdem der Schussversuch von Eva-Maria Gesang durch Jacqueline Köbernik geblockt wurde, landete de Querschläge bei Neue, die direkt abzog und dann jedoch daneben schoss (59.). Gar nicht reagierten die MFFC-Kickerinnen bei einem Freistoß der Blau Weißen, so lief Liebrecht allein auf Alex zu, die jedoch wieder nicht zu überwinden war (63.). In der 75. min musste sich dann Alex allerdings geschlagen geben. Ein schneller Konter über Janine Neue sowie ein Stellungsfehler der Viererkette, nutzte die freistehende Janine Wulff den Ball zum 1:0 in die Maschen zu setzen. Erst jetzt ging noch mal ein Ruck durch das Team der Elbestädterinnen, doch trotz des Bemühens erspielten sie sich bis zum Ende der Partie keine klare Torchance mehr.   


So folgte nach dem 2:4 beim Zweitligaabsteiger vor zwei Wochen nun, beim Mitaufstiegskonkurrenten Hohen Neuendorf, die zweite Niederlage in Folge. Nun gilt es, sich im Nachholspiel beim 1. FFV Erfurt, für das letzte Spiel des Jahres noch einmal zu straffen, um das Jahr 2007 mit einem Sieg zu beenden.


MFFC: Alex-Elsner (87. Wohlfahrt), Kurth, Beinroth, Träbert-Krakowski, Roeloffs, Mücke (80. Klemme), Köbernik, Bartke-Kunschke


Spielbericht aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 03.12.2007

Juliane Wulff hält die Tür weiter offen Fussball Hohen Neuendorfer Frauen gewinnen Spitzenspiel gegen Magdeburg


Die Hohen Neuendorfer Frauen können den Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga weiterträumen. Gestern gewann das Team gegen Magdeburg dank eines Treffers von Juliane Wulff.

Blau-Weiß Hohen Neuendorf - Magdeburger FFC 1:0 (0:0). Wer sich gestern Nachmittag auf dem Hohen Neuendorfer Sportplatz umsah, spürte, dass das Duell gegen Magdeburg unter einem besonderen Stern stand. Und das lag nicht daran, dass der Fünfte auf den Zweiten traf. Trainer Martin Schalow hatte es vor dem Spiel deutlich formuliert. „Der Ausgang der Begegnung wird uns zeigen, in welche Richtung es geht. Sollten wir gewinnen, ist alles im grünen Bereich. Sollten wir verlieren, ist das Thema 2. Bundesliga wieder vom Tisch", so der Coach.

Die Hohen Neuendorfer begannen stürmisch. Chancen waren jedoch Mangelware. Sandra Sommer schoss aus der zweiten Reihe, doch das Schüsschen (4.) war für die Torhüterin kein Problem. Sechs Minuten später lag den Hohen Neuendorfern der Torschrei auf den Lippen. Marie Heinz hatte sich den Ball an der Grundlinie zurückerobert. Sie steuerte allein auf das Tor zu. Der satte Schuss wurde prächtig pariert. In der Folgezeit wurde es nur durch Standardsituationen oder Einzelaktionen gefährlich. Diana Liebrecht, die trotz Knieproblemen spielte, zog zweimal eiskalt ab, doch das Leder zischte weit neben das Tor. In der 34. Minute dann der Höhepunkt von Halbzeit eins. Targatz zirkelte eine Ecke an den Pfosten. Der Nachschuss von Neue wurde pariert.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeberinnen druckvoller aus der Kabine. Aus einer sicheren Abwehr heraus (Kapitän Eva-Maria Gesang stach hervor) wurde ein Angriff nach dem anderen auf das Magdebuger Tor gefahren. Zuvor jedoch hatten die Blau-Weißen Glück, dass Baar für die bereits geschlagene Hundertmark auf der Linie rettete. Doch mehr brachte der Tabellenzweite in Sachen Offensive nicht zustande. Anders die Schalow-Schützlinge. Erst scheiterte Gesang mit einem Schuss, später waren es Neue und Parlow, die nach feiner Freistoßvariante Pech hatten. Der Führungstreffer lag in der Luft.

Und die Hohen Neuendorfer Zuschauer wurden für ihre Geduld belohnt. Targatz bediente mit einem langen Ball Sommer, die sich auf der rechten Seite durchtankte und in die Mitte spielte. Dort stand Juliane Wulff mutterseelenallein und ließ sich die Chance nicht entgehen. Trocken schob sie an der Magdeburger Torfrau das Leder zum 1:0 vorbei (77.). Mit diesem Tor hält sie die Tür zur 2.Bundesliga weiter offen. (Von Sebastian Morgner)