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2. Liga: Magdeburger FFC unterliegt dem Herforder SV mit 0:4

gabrowitsch_300912_herfordBei herrlichem Sonnenschein musste sich der Magdeburger FFC im heimischen Heinrich-Germer-Stadion heute, am 4. Spieltag der 2. Frauen Bundesliga, dem Tabellenvierten Herforder SV mit 0:4 geschlagen geben. Bereits zur Halbzeit hätte der Rückstand höher als 0:1 sein können.

Fotos


Die Gäste aus Herford drückten dem Spiel vom Anpfiff an ihren Stempel auf und erspielten sich Chance um Chance. Bereits in der 3. Minute schoss Herfords Torjägerin Anna Laue knapp über das Tor von Lotta Ravn, die sich an diesem Tag gleich mehrmals auszeichnen konnte und im Mittelpunkt des Geschehens stand. Melissa Krakowski kam erst in der 15. Minute zum ersten Torschuss für die Gastgeberinnen, doch auch dieser verfehlte das Tor. In der 19. Minute klärte Torhüterin Ravn mit einer Fußabwehr erfolgreich gegen den Schuss aus spitzem Winkel von Jennifer Voss. Vier Minuten später hatten die Gäste nach einem Eckball gleich eine Doppelchance. Erst klärte Melanie Piatkowski auf der Linie, dann parierte Ravn den Schuss von Giustina Ronzetti. Im Magdeburger Angriffsspiel kam ging das letzte Zuspiel meistens zum Gegner bzw. kam gar nicht erst beim Mitspieler an. Nach einer guten halben Stunde Spielzeit fiel der überfällige Führungstreffer für die Gäste.

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Wieder parierte Ravn glänzend, nach dem scharfen Flachschuss der Ex-Magdeburgerin Isabell Knipp, den Abpraller passte Ronzetti in die Mitte, wo Desiree Lenz heranrauschte und den Ball zum 0:1 über die Linie drückte (32.). Eine Minute später hatte Dania Schuster die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, doch scheiterte sie im Eins gegen Eins an der sehr gut reagierenden Sonja Speckmann im Tor der Gäste (33.). Isabelle Knipp (hier im schwarzen Herforder Trikot am Ball) hatte in der 37. Minute zur Vorentscheidung, doch anstatt den Ball unbedrängt in eine Ecke zu schieben, drosch sie den Ball auf das Magdeburger Tor, so dass Ravn die Situation erneut klären konnte. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff touchierte der Schuss von Torjägerin Laue die Magdeburger Querlatte. Dank Ravn ging es nur mit dem knappen Rückstand in die Pause.

krakowski_300912_herfordGleich nach dem Wiederanpfiff die Magdeburgerinnen am Drücker, doch Melissa Krakowski scheiterte an Torhüterin Speckmann (47.). In der 53. Minute lenkte Lotta Ravn den Fernschuss von Lena Schulte gerade noch um den Torpfosten. In der darauf folgenden Ecke stand wieder Ravn im Mittelpunkt, die zunächst den Schuss von Desiree Lenz zu erneuten Ecke klärte und dann auf der Linie den Schuss aus Nahdistanz parierte. Die Magdeburgerinnen in der Folgezeit am Drücker, aber noch ohne zwingende Torchance. So führte in der 64. Minute ein Doppelfehler von Spielführerin Anne Roeloffs zum 0:2 durch Desiree Lenz, die ihren Schuss aus 19m über Torhüterin Ravn hinweg ins Tor hob. Da mit war die Partie faktisch entschieden, obwohl sich die Magdeburgerinnen noch nicht aufgegeben hatten. Mit einem klassischen Konter kassierten sie in der 66. Minute das 0:3 durch Lena Schulte, die die Hereingabe der eingewechselte Nesse ins Tor beförderte. Ehe Anne Roeloffs´Kopfball nach einer Ecke von Torhüterin Speckmann gerade noch aus dem Winkel "gekratzt" wurde (72.), verhinderte Ravn auch wieder mit einer Parade einen Gegentreffer (70.). Isabelle Knipp blieb an diesem Tor ein Treffer für ihren neuen Verein verwehrt, nachdem sie ihren Schuss in der Schlussminute an den Außenpfosten setzte. In der zweiten Minute der Nachspielzeit zog Jennifer Voss aus 25m einfach mal ab und drin war der Ball zum 0:4 Endstand.   

MFFC: Ravn-Mücke, Roeloffs, Ernst, Beinroth (71. Rath)-Träbert (71. Wutzler), Piatkowski, Gabrowitsch, Cruz-Krakowski, Schuster


Der Zeitungsartikel aus der Neuen Westfälischen Zeitung

Beim Spitzenreiter dominiert

Magdeburg (dik). "Wir wussten, dass wir die Qualität haben, gegen einen derartigen Gegner zu gewinnen." Jürgen Prüfer, Trainer des Frauenfußball-Zweitligisten Herforder SV Borussia Friedenstal, zeigte sich nach dem 4:0 (1:0)-Erfolg seiner Schützlinge beim bisherigen Tabellenführer Magdeburger FFC selbstbewusst. Und dazu hatte er auch allen Grund.

Die Gastgeberinnen standen wie erwartet tief und warteten auf Konter, während Herford die Partie sehr konzentriert anging, von Beginn an aktiver wirkte und auch die ersten Möglichkeiten zu verzeichnen hatte. Gleich zweimal traf dabei Anna Laue das Aluminium des Magdeburger Tores, wobei sie einmal mit einem Eckstoß am Pfosten scheiterte, anschließend zudem einen Lattenschuss zu verzeichnen hatte. Bis dahin gab es keine echte Magdeburger Möglichkeit, so dass das 0:1 in der 32. Minute das Geschehen auf dem Rasen korrekt wiedergab. Nach einem Schuss der Ex-Magdeburgerin Isabelle Knipp ließ die FFC-Torhüterin den Ball abprallen, Laue nahm das Spielgerät auf, legte quer auf Desirée Lenz und die traf zur Herforder Führung. Beinahe aber hätte Magdeburg im Gegenzug ausgeglichen, HSV-Torhüterin Sonja Speckmann aber war auf dem Posten.

Vor allem unmittelbar nach dem Seitenwechsel stand die Partie dann allerdings auf der Kippe, weil die Herforderinnen in der Defensive etwas schlafmützig wirkten und Magdeburg Druck machte. Doch durch einen Doppelschlag in der 64. und 66. Minute mit Toren durch erneut Lenz nach sehenswerter Vorarbeit Knipps und Lena Schulte nach einem Rückpass Kirsten Nesses entschieden die Gäste die Partie vorzeitig. Zwar hatte Magdeburg bei ebenfalls vorhandenen Herforder Konterchancen danach auch noch Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung, Sonja Speckmann im Herforder Tor aber stellte ihre Klasse unter Beweis. Und so reichte es in der 90. Minute durch einen 25-Meter-Schuss Jennifer Voss’ sogar noch zum vierten Herforder Treffer.