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Staffelfavorit BV Cloppenburg spielt Sonntag in Magdeburg; furios statt kurios

cloppenburg-hMit dem Tabellenzweiten BV Cloppenburg ist an diesem Sonntag (04.11.), am 8. Spieltag 2. Bundesliga, ein Aufstiegsaspirant in die 1. Bundesliga zu Gast im Heinrich-Germer-Stadion. Der gastgebende Tabellenfünfte, Magdeburger FFC, geht als Außenseiter in die Partie, welche um 14:00 Uhr angepfiffen wird.

Im dritten Jahr der Ligazugehörigkeit soll den Kickerinnen aus der niedersächsischen Kreisstadt der Aufstieg in Deutschlands oberste Spielklasse gelingen, nachdem dieser in der vergangen Spielserie knapp verpasst wurde. Mit fünf Siegen, einem Remis gegen Bundesliga-Absteiger 1. FC Lok Leipzig (1:1) sowie einer Niederlage gegen den aktuellen Tabellenführer SV Meppen (1:2) steht Cloppenburg derzeit mit zwei Punkten Rückstand auf Platz 2 der Tabelle. Doch gerade die Niederlage im Niedersachsen-Derby gegen den SV Meppen schmerzte die Cloppenburgerinnen, die mit Tanja Schulte nicht nur eine bundesliga-erfahrene Trainerin haben, sondern auch mit ehemaligen deutschen Nachwuchsnationalspielerinnen sowie aktuellen polnischen und österreichischen Nationalspielerinnen besetzt ist, sehr. Aber die Saison ist ja noch lang.

beinroth2012_10_21Dem Magdeburger FFC gelang in den bisherigen vier Begegnungen in den letzten beiden Spielserien noch kein Dreier gegen den BV Cloppenburg. Gegen den Cloppenburger Aufstiegs-Saison 2010/11 trennten sich beide Teams in Hin- und Rückspiel jeweils torlos. In der vergangenen Saison gewann Cloppenburg beide Spiele (0:4 und 1:2). So spricht die Bilanz auch nicht gerade für die Magdeburgerinnen.

Fraglich sind noch die Einsatzmöglichkeiten von Juliane Rath, Anja Beinroth (rechts im Bild) und Melissa Krakowski. Zudem fehlen weiterhin: Melanie Vogelhuber, Anne Bartke, Victoria Stein, Anne Roeloffs sowie Marie Schmiedchen. Dafür wird Melanie Piatkowski wieder zum Kader gehören und soll wie gewohnt im defensiven Mittelfeld wirbeln. Für die Gastgeberinnen wäre ein Unentschieden schon ein Erfolg, die gegen den Favoriten so lange wie möglich einen Gegentreffer vermeiden wollen.

 

Die weiteren Begegnungen des 8. Spieltages:
1. FFC Turbine Potsdam II   gg  1. FC Lok Leipzig       Sa 03.11.
SV Meppen   gg   FF USV Jena II                               So 11:00 Uhr
1. FC Lübars   gg    SV BW Hohen Neuendorf
Herforder SV   gg   SV Werder Bremen
FFC Oldesloe   gg   Holstein Kiel


Quelle: nwzonline

Magdeburg spielt nur noch furios statt kurios - BV Cloppenburg tritt am Sonntag um 14 Uhr bei überraschend starkem FFC an

Die Elf aus Sachsen-Anhalt hatte früher oft für Verwunderung gesorgt. Das ganze FFC-Spiel war auf die Star-Torhüterin zugeschnitten.

Cloppenburg - Was haben sie damals geunkt. Als sich Topstar Rudi Völler im Jahre 1987 aus Bremen Richtung Rom verabschiedete, sahen viele den SV Werder auf dem Weg in den Keller. Es kam nicht ganz so: Die Grün-Weißen feierten in der folgenden Saison die erste Deutsche Meisterschaft seit 23 Jahren. Was das mit dem Spiel der Cloppenburger Zweitliga-Fußballerinnen am Sonntag (14 Uhr) beim Magdeburger FFC zu tun hat? Ganz einfach: Das Team aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts hat Ähnliches erlebt. Jahrelang hatte Torhüterin Almuth Schult, WM-Teilnehmerin 2011, beim FFC alle überstrahlt. Das ging so weit, dass das ganze Spiel auf sie ausgerichtet war. Nun spielt die hervorragende Torhüterin schon fast anderthalb Jahre beim Erstligisten SC Bad Neuenahr – und für die Magdeburgerinnen läuft es bestens. Statt wie früher gegen den Abstieg zu spielen, hat der FFC in den ersten sieben Spielen nur drei Punkte weniger als Titelanwärter BVC gesammelt – und das trotz eines schweren Auftaktprogramms.

„Damit, dass es für den FFC so gut laufen würde, hatte wahrscheinlich keiner gerechnet – noch nicht einmal die Magdeburgerinnen selbst“, sagt BVC-Trainerin Tanja Schulte. „Sie setzen jetzt mehr auf das Spielerische, und das zahlt sich aus. Das war ja früher auch schon etwas kurios: Immer wieder wurde der Ball zur Torhüterin gespielt, die ihn dann lang nach vorne gehauen hat.“

Davon sei das Team inzwischen weit entfernt, was genau ihre Mannschaft in Magdeburg erwartet, kann aber auch Schulte nicht sagen. „Die FFC-Elf hat in dieser Saison ganz unterschiedliche Gesichter gezeigt“, sagt die 37-Jährige. „Da sie schon mehr Punkte als erwartet geholt hat, könnte sie durchaus munter mitspielen – vielleicht setzt sie aber auch vor allem auf die Defensivarbeit.“ Torgefährlich werde der FFC aber auf jeden Fall sein, vor allem Stürmerin Dania Schuster und die ehemalige Cloppenburgerin Jackie Cruz, die schon dreimal für ihr neues Team erfolgreich war.

Torgefährlich hatten sich die Cloppenburgerinnen zuletzt nicht gerade präsentiert. Sie waren zwar im Heimspiel gegen den 1. FC Lübars dominant, mussten am Ende aber noch zittern, weil sie nur einmal getroffen hatten.

Vor allem die Torjägerin vom Dienst, Agnieszka Winczo, hat zurzeit kein Glück. Allerdings ackert sie wie gewohnt – und das Vertrauen ihrer Trainerin hat sie auch. „Aga wird wieder ihre Tore machen, da gibt es keinen Zweifel. Im Moment ist wichtig, dass überhaupt jemand trifft“, sagt Schulte, der außer der gesperrten Marta Stobba alle Spielerinnen zur Verfügung stehen. Selbst Mareike Kösjan nach einer Virusinfektion und die lange wegen eines Innenbandrisses ausgefallene Nele Schomaker sind wieder im Training. Zwar hatte Aferdita Kameraj unter der Woche mit Wadenproblemen zu kämpfen, aber die Kapitänin wird wohl spielen können.

Und das ist auch wichtig. Schließlich wollen die Cloppenburgerinnen dafür sorgen, dass es Magdeburg der Werder-Elf von vor 24 Jahren nicht noch nachmacht und den Titel holt. Die Meisterschaft soll doch bitteschön in Cloppenburg gefeiert werden . . .