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Herforder SV tut sich beim 2:1-Sieg über Magdeburg enorm schwer

2013 03 24 herfordHerford. "Mehr Druck! Mehr Druck!". Die Anweisungen von Jürgen Prüfer, dem Trainer des Frauenfußball-Zweitligisten Herforder SV Borussia Friedenstal, waren schon in der ersten Halbzeit des Spiels gegen den Magdeburger FFC nicht zu überhören. Prüfer war ganz offensichtlich unzufrieden - und am Ende tröstete ihn nur das Ergebnis, das nämlich einen Herforder 2:1 (1:0)-Sieg bedeutete.

Quelle: Artikel und Foto nw-news

 

Bei Minusgraden mussten all diejenigen, die es mit dem Aufstiegskandidaten aus Herford hielten, gleich doppelt zittern, denn zum einen fiel es schwer, sich wirksam gegen die Kälte zu schützen, zum anderen hing der HSV-Sieg lange am seidenen Faden und war letztlich auch als glücklich zu bezeichnen.

Die betont defensiv erwarteten Gäste aus Sachsen-Anhalt überraschten den Rangdritten mit einer forschen Spieleröffnung und ließen die Herforderinnen in den ersten zehn Minuten kaum aus der eigenen Hälfte kommen. Zwingende Chancen erspielten sich die Landeshauptstädterinnen zwar nicht, dafür aber dürften sie Respekt bei ihren Gegenspielerinnen errungen haben. Die brauchten auf einem nur sehr, sehr schwer zu bespielenden Platz bis zur 17. Minute, bis es ansatzweise so etwas wie eine Torchance gab, die aber wurde von Deniz Harbert nicht genutzt. Immerhin aber führte die zweite Möglichkeit prompt zur Führung: Giustina Ronzetti flankte von rechts, Anna Laue stand ungedeckt direkt vor dem Magdeburger Tor und bugsierte in der 28. Minute den Ball aus kürzester Entfernung über die Linie.

Besser wurde das Herforder Spiel trotz der Führung kaum, und der vom Trainer geforderte Druck auf den Gegner wurde angesichts zu langsamer Gedankenspiele auf dem Rasen nur unzureichend aufgebaut. Weil sich zudem die Zahl der unnötigen Ballverluste gleichsam mit der falscher Schiedsrichter-Entscheidungen erhöhte, vermochte das Spiel auch im Folgenden die Zuschauer nicht zu erwärmen.

Spannend wurde es nach dem Seitenwechsel. Magdeburg nutzte die erste eigene richtige Chance des Spiels zum Ausgleich, als ein langer Ball nach vorn geschlagen und von Stephanie Träbert erlaufen wurde. Herfords Torhüterin Sonja Speckmann eilte ihr entgegen, berührte den Ball auch noch irgendwie, vermochte aber nicht zu verhindern, dass der doch im Tor landete. Und nun begann endlich die Herforder Druckphase, wobei immer wieder Fehler im Aufbauspiel dafür sorgten, dass es die vielbeinige Magdeburger Abwehr nicht zu schwer hatte, das Unentschieden zu verteidigen.

Anna Laue in der 73. und Giustina Ronzetti in der 82. Minute hatten noch die besten Möglichkeiten zur Führung, die aber ließ auf sich warten. Und dann ließen die Herforderinnen kurz vor Schluss doch noch erkennen, dass sie eine Spitzenmannschaft stellen, denn wenn aus dem Spiel heraus nichts klappt, dann muss halt ein Standard her: Anna Laue schlug in der 88. Minute einen langen Freistoß in den Strafraum, Lena Wermelt war mit dem Kopf da. Tor. Sieg. Aufstiegschance gewahrt.