Login
           

g und b logo

askania plan

24volt logo theater gruene zitadelle toepel mdcc

2. Liga: BV Cloppenburg ist Sonntag Gastgeber für Magdeburger FFC

cloppenburg-aDie Saison der 2. Frauen-Bundesliga neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Denn an diesem Sonntag gastiert der Magdeburger FFC, am 19. Spieltag, beim Tabellenzweiten, BV Cloppenburg, zum vorletzten Auswärtsspiel der Spielserie.

Die Gastgeberinnen haben ihr Saisonziel, Aufstieg in die 1. Bundesliga, noch fest im Visier und wollen mit einem Heimsieg gegen den Magdeburger FFC dem Ziel einen weiteren Schritt näher kommen. Der aktuelle Tabellenführer SV Meppen hat keine Zulassung für die erste Liga beantragt, sodass Cloppenburg seine ärgsten Verfolger, Herforder SV sowie SV Werder Bremen, auf Distanz halten kann. Die zweite Saisonniederlage bezog das niedersächsische Team Anfang April beim 0:4 auf eigenem Platz gegen den SV Werder Bremen. Eine Woche darauf revanchierten sie sich mit einem 2:0-Sieg gegen Tabellenführer Meppen für die 1:2-Hinspielniederlage. Mit 3:1 gewannen die Cloppenburgerinnen das Hinspiel in Magdeburg ohne große Mühen.

Das Magdeburger Team wird sich aber keinesfalls im Vorfeld der Partie geschlagen geben, denn so unerfolgreich (vier Siege und zwei Unentschieden, bei drei Niederlagen) waren die Schützlinge um Trainerin Caroline Kunschke in der Fremde bislang nicht. Es fehlen weiter die Langzeitverletzten Anne Roeloffs (Kreuzbandriss) sowie Yvonne Wutzler (Mittelfußbruch). Dafür soll nach überstandener Verletzung die 16-jährige Johanna Kaiser wieder im Kader des Magdeburger FFC stehen.

Weiterhin spielen:

  • FF USV Jena II gg SV Meppen
  • SV Blau Weiß Hohen Neuendorf gg 1. FC Lübars
  • SV Werder Bremen gg Herforder SV
  • 1. FC Lok Leipzig gg 1. FFC Turbine Potsdam
  • Holstein Kiel gg FFC Oldesloe

 

Der Vorbericht aus Sicht der Gäste - BV Cloppenburg

BVC will vom Druck befreiten Gegner beeindrucken - Cloppenburg erwartet an diesem Sonntag Magdeburger FFC – Gäste bannen Abstiegsgefahr  (von Steffen Szepanski)

Quelle: bv-cloppenburg

Kann der Gegner, der keinen Druck mehr verspürt, den BVC im Spiel überhaupt noch unter Druck setzen? Die Zweitliga-Fußballerinnen des BV Cloppenburg erwarten am Sonntag (14 Uhr) ein Team, das mit Titel- und Abstiegskampf nichts zu tun hat. Der Tabellensiebte Magdeburger FFC kann an der Friesoyther Straße befreit aufspielen. „Nun ist die Frage, ob das ein Vor- oder ein Nachteil für uns ist“, sagt BVC-Trainerin Tanja Schulte. „Vielleicht spielen die Magdeburgerinnen nicht mehr so konzentriert wie zu der Zeit, als sie noch Punkte brauchten. Möglich ist aber auch, dass sie locker auf- und deshalb besonders stark spielen.“ Ganz anders sieht es für den BVC aus: „Wer im Titelrennen bleiben will, muss in so einem Spiel einen Pflichtsieg einfahren.“

Gefährlich könne Magdeburg dem BVC aber auf jeden Fall werden, ist sich Schulte sicher. Schon weil das Team mit seiner unorthodoxen Spielweise nicht zu den angenehmsten Gegnern gehört. So war Nationaltorhüterin Almuth Schult, als sie noch im FFC-Tor stand, gleichzeitig Spielmacherin. Sie ist weit mit herausgekommen, hat schon mal gedribbelt und dann den Sturm mit langen Bällen in Szene gesetzt.

Gefährliche Pässe

„Ganz so extrem ist es jetzt zwar nicht mehr“, sagt die 38-jährige Cloppenburger Trainerin, „aber Magdeburg hat schon noch einen eigenwilligen Stil. Wir müssen uns wieder auf viele lange Bälle einstellen.“ Aber mit langen Pässen haben schon die Spielerinnen des 1. FC Lübars erfolglos versucht, die BVC-Abwehr zu knacken. So ist auch davon auszugehen, dass sich die Startelf im Vergleich zur letzten Woche nicht ändern wird. Mittelfeldspielerin Mareike Kösjan und Verteidigerin Anna Klumpe dürften erneut zum Einsatz kommen.

„Ich war sehr zufrieden“, sagt Schulte. „Wenn wir hinten wieder so gut stehen und in der Offensive ähnlich effizient agieren, wird das den Gegner schon beeindrucken.“ Allerdings dürfe niemand glauben, dass es automatisch so laufe. „Magdeburg hat es schon vielen Teams aus dem oberen Teil der Tabelle schwergemacht.“

Hoffen auf volles Stadion

Schon deshalb hofft die erfahrene Trainerin auf mehr Unterstützung von den Rängen als zuletzt: Wir haben jetzt drei Heimspiele, und im Kampf um den Aufstieg geht es ganz eng zu“, sagt Schulte. „Da wäre Unterstützung enorm wichtig. Wir hoffen auf ein volles Stadion, schließlich geht es jetzt um die erste Liga. Das ist doch was.“

Dass es sich lohnt, für so ein Ziel zu kämpfen, wissen auch die Herforderinnen, die am 1. Mai ihr Nachholspiel in Hohen Neuendorf bestreiten. An diesem Sonntag stehen sie – zumindest dem Tabellenstand nach zu urteilen – vor einer ganz schweren Aufgabe. Sie spielen auswärts gegen Werder Bremen – also bei dem Team, das dem BVC am Monats-Anfang eine bittere 0:4-Niederlage beigebracht hat. „Da kann man sich schon die Hoffnung machen, dass Herford Probleme bekommt“, meint Schulte, die noch einmal auf die rotgesperrte Gentjana Rochi verzichten muss.

Blick nach Bremen

Während des Spiels werde die Partie in Bremen für sie allerdings kein Thema sein. „Wie die Begegnung ausgegangen ist, wird meine erste Frage nach Abpfiff sein.“ Die Frage, ob der fehlende Druck auf den FFC Vor- oder Nachteil für dessen Gegner ist, wird sie dann bereits selbst beantworten können...