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Frauen-Zweitligist FSV Gütersloh "ohne vier" nach Magdeburg

logofraubuliga_01_jpgDer Vorbericht zum Spiel des FSV Gütersloh 2009 stammt aus www.nw-news.de

Urlaub statt Abwehr

Gütersloh. Westfalenauswahl statt Zweitligaspiel, Urlaub statt Abwehr - im Frauenfußball ticken die Uhren doch ein wenig anders. Das beschäftigt Markus Graskamp, Trainer des FSV Gütersloh, vor der sonntäglichen Reise zum 1. FC Magdeburg.

Die muss er ohne Stefanie Herkrath, Annabel Jäger und Lina Magull antreten. Die drei U 17- Spielerinnen müssen auf Geheiß des Verbandes, dessen Internat in Kaiserau sie besuchen, seit Donnerstag am Länderpokalwettbewerb in Duisburg teilnehmen. "Ich kann das nicht nachvollziehen", ärgert sich Graskamp über die Politik von FLVW und DFB: "Einerseits sollen die U 17-Talente im Frauenbereich aufgebaut werden, andererseits holt man sie zum Länderpokal - der Verband dreht es sich so, wie er es haben will." Während er für die Nominierung von Torhüterin Herkrath Verständnis hat, denn sie sitzt beim FSV auf der Bank, moniert er die "Einberufung" von Jäger und Magull. Beide waren gerade erst von einer gut vierwöchigen WM-Tour mit der U 17- Nationalmannschaft zurückgekehrt. "Offenbar legt der Verband die Priorität darauf, den Länderpokal zu gewinnen", bedauert der Coach.

Der FSV Gütersloh hat aber auch eine eigene "Baustelle". Mit Leonie Bentkämper hat sich eine Spielerin kurzfristig für eine Woche in den Urlaub verabschiedet, die sich gerade mit guten Leistungen einen Stammplatz in der Innenverteidigung erobert hatte. "Sie fehlt uns", kann Markus Graskamp nur feststellen, ohne seinem Ärger Ausdruck zu verleihen. Schließlich wird in Gütersloh ohne jedes Salär viermal die Woche trainiert und am Wochenende gespielt. Statt Bentkämper wird die als Linksaußen erfolgreich in die Offensive gewechselte Kapitänin Anja Barwinsky wieder in die Abwehr eingebaut.

Natürlich strebt der FSV in Magdeburg trotz der Personalprobleme einen Punktgewinn an: "Wir sind seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen und wollen was mitnehmen." Doch als Favorit sieht Markus Graskamp sein Team (Rang acht, 8 Punkte) beim Zehnten (3 Punkte) nicht an. "Magdeburg ist garantiert nicht so schlecht, wie sie jetzt da stehen", warnt er vor den sechsmal nur knapp unterlegenen Gastgeberinnen.