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Geht der Punktgewinn gegen Herford doch noch verloren ?

Mit einer couragierten Leistung trotzte der Magdeburger FFC am Sonntag, dem 8. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga, dem Bundesligaabsteiger Herforder SV im Heinrich-Germer-Stadion ein 1:1-Unentschieden ab. Den Magdeburger Führungstreffer von Anne Bartke aus der 36. Minute glich Herford, das als einziger Verein der Liga noch immer ohne Niederlage ist, vier Minuten vor Abpfiff (86.) durch Lena Wermelt verdientermaßen aus.

Der gastgebende Außenseiter bot besonders in der ersten Halbzeit eine recht ansehnliche Partie, obwohl die Herforderinnen durch ihr gefälligeres Spiel mehr Ballbesitz hatten. Die Magdeburgerinnen kamen durch Katja Gabrowitsch und Anne Bartke zu den ersten verheißungsvollen Möglichkeiten. Gabrowitsch köpfte die Flanke von Stephanie Abel, in der 9. Minute knapp neben das Tor und Anne Bartkes Schuss konnte Herfords Torhüterin Friederike Abt in der 23. Minute sehr gut parieren. Im Gegenzug beinahe mit der ersten hochkarätigen Chance für die Gäste der Führungstreffer. Doch zum Glück ging der Schuss von Marion Gröbner am langen Pfosten des Ravn-Gehäuses vorbei (24.). Über dem Tor landete nach einer halben Stunde Spielzeit auch der Kopfball von Stephanie Mücke nach einer Bartke-Ecke (30.). In der 36. Minute das vielumjubelte 1:0 für die Gastgeberinnen: Patricia Steinbrück passte das Schuster-Zuspiel zentral auf Bartke, die ihren Schuss ins rechte Eck des Herforder Tores setzte. Mit dem Pausenpfiff ging noch mal ein Raunen durch das Heinrich-Germer-Stadion, nachdem Herfords Torhüterin Abt den Freistoß von Stephanie Abel aus gut 30 Metern gerade noch über die Latte gelenkt hatte. Herford konnte sich in der ersten Halbzeit keine weiteren zwingenden Chancen herausspielen, da die Magdeburger Defensive recht gut agierte und nur einige Schüsse aus der Distanz zuließ.

Viel druckvoller und energischer im Spiel nach vorn präsentierte sich der Tabellendritte nach dem Wiederanpfiff. Gleich in der 46. Minute ein Hochkaräter durch Herfords Anna Laue, doch ihren Schuss konnte Magdeburgs Torhüterin Lotta Ravn gerade noch um den Pfosten lenken. Das hätte der Ausgleich durchaus sein können. Die unter Dauerdruck stehenden Gastgeberinnen kamen nur noch zu Konterangriffen. Nach einer knappen Stunde Spielzeit setzte sich Bartke auf der rechten Außenbahn gegen zwei Gegenspielerinnen durch, doch ihre Flanke konnte Stephanie Träbert nicht verarbeiten und vergab leichtfertig eine gute Torchance (59.). Die Herforderinnen versuchten immer wieder mit Schüssen aus der Distanz zum Erfolg zu kommen. Diese konnten aber entweder abgeblockt oder zu Eckbällen geklärt werden. Einer dieser Eckbälle führte in der 86. Minute dann zum überfälligen Ausgleich durch die zuvor eingewechselte Lena Wermelt, die aus 6 Metern einköpfte. In der Schlussminute „kämpfte“ sich Katja Gabrowitsch mit ihrem Solo durch das Mittelfeld, umspielte auch schon erfolgreich Torhüterin Abt, doch zu weit nach außen abgedrängt landete ihr Schuss leider knapp neben dem Tor (90.). In der Nachspielzeit hatte auch Herfords Anna Laue nach einem erneuten Eckball den Siegtreffer auf dem Fuß. Ihr Schuss landete aus Nahdistanz jedoch direkt in den Armen von Torhüterin Ravn (92.).

So blieb es beim Abpfiff beim Unentschieden zwischen beiden Mannschaften. Richtige Freude konnte bei den Magdeburgerinnen über das Remis aber nicht aufkommen, da Isabelle Knipp in der 67. Minute für Stephanie Träbert eingewechselte wurde, aber auf dem elektronischen Spielbericht nicht als Spielerin aufgeführt war. Die für die „technischen Belange“ Verantwortlichen haben Knipp zwar eingegeben ("angeklickt"), doch die erfolgte Verarbeitung nicht kontrolliert. Nun wird wohl das Sportgericht darüber entscheiden, ob Magdeburg diesen erkämpften Punkt verliert oder Herford noch zwei gewinnt.         

MFFC: Ravn - Mücke, Ernst, Roeloffs, Weinbeer - Steinbrück, Abel, Gabrowitsch, Träbert (67. Knipp) - Bartke (83. Vogelhuber), Schuster